Internationale Robert Musil Gesellschaft

„Ironie ist: einen Klerikalen so darstellen, daß neben ihm auch ein Bolschewik getroffen ist, einen Trottel so darstellen, daß der Autor plötzlich fühlt: das bin ich ja zum Teil selbst.“

Robert Musil 1932

Musil-Forum 2023-2024

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Themenschwerpunkt »Musils Wien«

Band 38 widmet sich der Bedeutung dieser Stadt und ihrer gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Entwicklungen für Musils Schaffen. Gefragt wird zudem nach Musils Sicht auf die modernen, urbanen Lebensverhältnisse, nach seinen Kommentaren zum Zeitgeschehen und zum Kulturbetrieb sowie nach seinen Beziehungen zu Weggefährten und Konkurrenten. Darüber hinaus analysiert dieser Band die Gestaltung von Raum- und Zeitstrukturen der Stadt im »Mann ohne Eigenschaften« und die Repräsentation Wiens in Musils nicht-fiktionalen Texten.

Inhaltsverzeichnis

Norbert Christian Wolf: Einleitung

Beiträge zum Themenschwerpunkt »Musils Wien«:
Burkhardt Wolf: Musil und das kakanische Verwaltungswissen

Oliver Pfohlmann: Von Kooperation zu Konkurrenz. Sigmund Freud, das Junge Wien und der frühe Robert Musil

Yvonne Wübben: Pathologien des Schreibens: Robert Musil und die Individualpsychologie

Birgit Nübel: Robert Musil und die österreichische Avantgarde oder »Der -Ismus vergeht, die Dummheit besteht«

Sabine Schneider: »Bannung des optischen Teils unsrer Existenz«. Musils Wiener Kunsttheorie und Kunstkritik

Konstanze Fliedl: Auf dem Feld des Wiener Theaters. Zu Musils Kritik

Peter Sprengel: Zwischen Wien und Atlantis. Wechselseitige Verortungen Robert Musils und Robert Müllers

Norbert Christian Wolf: Eine »freundlich-feindliche Durchdringung«. Musil und Broch im Wien der 1930er Jahre

Gernot Waldner: Was unbemerkt bleibt: Eine Theorie gegen Denkmäler. Robert Musils Glosse Denkmale im Kontext zeitgenössischer Denkmalspolitik

Artur R. Boelderl: Der Prater als Ideal und als Wirklichkeit oder Der (National-)Geist des Sports

Andrea Albrecht und Franziska Bomski: Der neue Mensch als Durchschnittling. Stadt und Statistik in Robert Musils »Der Mann ohne Eigenschaften«

Alexander Honold: Die Stadt als Partitur. Das vielstimmige Wien in Musils Romantext

Roland Innerhofer: Das »Gefäß« Wien. Architekturen des Denkens, Wahrnehmens, Fühlens und Handelns im Mann ohne Eigenschaften

Rosmarie Zeller: Unfälle, Entgleisungen, Verirrung. Ulrich spaziert durch Wien

Forschungsdiskussion zum Themenschwerpunkt »Musils Wien«:
Gernot Waldner: Wien als Modus Operandi. Zu Richard Cocketts Vienna. How the City of Ideas Created the Modern World

Abhandlung:
Mandy Dröscher-Teille: Unpolitische Betrachtungen eines Politischen. Heinrich Manns Europa-Essayistik zwischen ästhetischer Autonomie und Politik

Miszelle
Thomas Hübel: Eine Photographie Ea von Alleschs

Rezensionen
Robert Musil: Gesamtausgabe in 12 Bänden. Hrsg. v. Walter Fanta (Aldo Venturelli)

Jacques Bouveresse: La Passion de l’exactitude (Rosmarie Zeller)

Nanao Hayasaka: Meinen Schweizer Aufenthalt wohlgefällig zu verbuchen (Aldo Venturelli)

Marie-Anne Lescourret: Le songe est une vie (Florence Godeau)

Raphael Stübe: Neoromantik der Jahrhundertwende (Kira Kaufmann)

Maud Meyzaud: Formen des Gesprächs – Gespräch der Formen (Daniel Ehrmann)

Gernot Waldner (Hg.): Die Konturen der Welt (Monika Wulz)

Emmeline Céron: De l’universalisme heureux à l’indétermination malheureuse (Florence Godeau)

Anschriften der Beiträgerinnen und Beiträger

Siglen

Redaktioneller Hinweis

Register

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