Internationale Robert Musil Gesellschaft

„[…] ich habe mir durch viele Jahre als Dichter sagen lassen müssen, daß meine Figuren abnormal seien, weil ich den Grundsatz der moralischen Energieverwandlung ihnen als Sittengesetz gab.“

Robert Musil 1926

Artur R. Boelderl: Musil, diskursweise. Wirklich mögliche Kontexte zum „Mann ohne Eigenschaften“ (= Musil-Studien, Bd. 49), Paderborn: Brill, Fink 2024.

Robert Musil ist „Diskurs-weise“: Er hat seine Diskurse im (literarischen) Griff. Folglich verspricht nur eine diesem Weisheitsmodus entsprechende Annäherung an sein Werk einen gewissen Erfolg, wie bescheiden dieser auch im konkreten Fall ausfallen mag – es verlangt eine „diskursweise“, das heißt „interdiskursive“ Methode. Denn nur wer auch selbst seine Diskurse geordnet hat, bekommt vielleicht auf die Reihe, worum es (bei) Musil – nicht nur, aber in erster Linie in seinem unvollendeten Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ – geht.

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