Der Band analysiert Übersetzungen Musils, zeichnet die Geschichte der Bemühungen nach, Musil in andere Sprachen zu übersetzen, die in den dreißiger Jahren beginnen, und berührt auch die Musils Überlegungen zu Problemen des Übersetzens. In einem eigenen Abschnitt kommen Übersetzerinnen und Übersetzer zu Wort, die in den letzten Jahren Musils Texte, darunter auch den „Mann ohne Eigenschaften“ in ihre Sprachen übersetzt haben. .
Themenschwerpunkt: »Musil übersetzen«
Inhaltsverzeichnis
Bernhard Metz: Einleitung
Aufsätze zum Themenschwerpunkt des Hefts:
Peter Utz: »Ähnlichkeit«: Das übersetzerische Potential von Musils Gleichnispoetik
Matthias Attig: Übersetzen als Verstehen und Deuten im Zeichen von Zweisprachigkeit. Sprachwissenschaftliche Bemerkungen zum ersten Kapitel von Philippe Jaccottets. L’Homme sans qualités
Florence Vatan: Unterwegs mit dem Fliegenpapier: Robert Musil in Frankreich
Marina Foschi Albert, Serena Grazzini: Der Mann ohne Eigenschaften in italienischer Übersetzung. Editionsgeschichtlicher. Überblick und paradigmatische Untersuchung des Textstils anhand des Kapitels »Agathe ist wirklich da« (MoE II/24)
Anna Lindner: Die unscheinbarsten Dinge sind nicht »Les plus insignifiantes«. Oder: Julio Cortázar liest L’Homme sans qualités und Young Törless und schreibt Rayuela.
Kathrin Holzermayr Rosenfield: Fruchtbare Irrtümer der Musil-Übersetzung ins Portugiesische – Die Amsel im Spiegel dreier brasilianischer Übersetzungen
Aus der Übersetzungswerkstatt:
Jiyoung Shin: Robert Musil in Korea. Der lange Weg bis zur Übersetzung des Mann ohne Eigenschaften
Ashot Alexanian: Robert Musil in Armenien
Maja Badridse: Musil übersetzen – aber wie? Überlegungen zur Übertragung des Mann ohne Eigenschaften ins Georgische
Cüneyt Arslan: Zur Übersetzung, Neuübersetzung und Rezeption von Robert Musils Werken in der Türkei aus interkultureller Perspektive
Zouheir Soukah: Zur Musil-Rezeption in der arabischen Welt
Jonila Godole: Robert Musil in Albanien
Andy Jelčić: Robert Musils Mann ohne Eigenschaften und seine Sonderstellung in der kroatischen Kultur
Radovan Charvát: Zur Neuübersetzung des Törleß ins Tschechische
Daniela Nelva: Im Zeichen von Essayismus und Ironie. Gespräch mit Ada Vigliani über die Neuübersetzung des Mann ohne Eigenschaften
Genese Grill: Robert Musil im 21. Jahrhundert in den USA übersetzen
Abhandlungen:
Christian Kirchmeier, Armin Schäfer: »Moosbrugger war einer jener Grenzfälle«. Unzurechnungsfähigkeit in Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften
Gesine Bey: »Er ist naiv wie ein heiterer Mönch«. Der italienische Psychiater und Anthropologe Sergio Sergi im Leben und Werk Robert Musils
Miszellen:
Luzius Keller: Prousts Titel
Karl Corino: Robert Musils Entlassungsschein aus der k. k. Landwehr
Internationale Robert-Musil-Gesellschaft
Genese Grill: Nachruf auf Burton Pike (1930–2022)
Rosmarie Zeller: Karl Corino zum 80. Geburtstag
Rezensionen
Karl Corino: »Von der Seele träumen dürfen« (Oliver Pfohlmann) (S. 326-330)
Wolfgang Müller-Funk: Crudelitas (Till Nitschmann) (S. 330-333)
Robert Musil: Nachlass zu Lebzeiten (Harald Gschwandtner) (S. 333-335)
Sebastian Hackenschmidt, Roland Innerhofer, Detlev Schöttker (Hg.):
Planen – Wohnen – Schreiben (Thomas Wegmann) (S: 335
Caroline Haupt: Kontingenz und Risiko (Matthias Bickenbach) (S. 339-343)
Dorothee Kimmich: Leeres Land (Oliver Pfohlmann) (S. 343-346)
Paul Michael Lützeler: Hermann Broch und die Menschenrechte (Wer-
ner Wintersteiner) (S. 346-350)
Lukas Gloor: Prekäres Erzählen (Kira Kaufmann) (S. 350-355)
Aglaia Kister: Fragile Balance (Thomas Pekar) (S. 355-359)
Tim Mehigan: Robert Musil and the Question of Science (Vera Eßl) (S. 359-361)
Peter Plener, Burkhardt Wolf (Hg.): Teilweise Musil. Zweiter Band
(Benno Wagner) (S. 363-371)
Carolin Vogel für die Dehmelhaus Stiftung (Hg.): »Schöne wilde Welt«
(Julia Ilgner) (S. 371-377)
Ulrich Arnswald, Friedrich Stadler, Peter Weibel (Hg.): Der Wiener
Kreis (Gernot Waldner) (S. 377-387)
Martin Erian, Primus-Heinz Kucher (Hg.): Exploration urbaner
Räume – Wien 1918–38 (Katalin Teller) (S. 387-391)
Roland Innerhofer: Architektur aus Sprache (Sarah Pogoda) (S. 391-395)
Julian Reidy, Ariane Totzke (Hg.): Mann_lichkeiten (Peter C. Pohl) (S. 395-401)
Florens Schwarzwälder: Der Weltanschauungsroman 2. Ordnung
(Benjamin Gittel) (S. 401-405)
Marcus Andreas Born, Claus Zittel (Hg.): Literarische Denkformen
(Olav Krämer) (S. 405-413)
Anschriften der Beiträgerinnen und Beiträger (S. 413-417)
Siglen (S. 418-419)
Redaktioneller Hinweis (S. 420)
Register (S. 421-430)
